Licht

Rotes Licht, helles Licht,
erst halb, dann wie eine Scheibe,
erst noch am Horizont, ganz dicht,
doch bald am Himmel in einer Neige,
wieder hinab Richtung ferne Länder,
als ob sie ein dünner Faden hält,
scharf hinab an die Ränder
unser wunderbaren Welt.

Und mein Vater glänzt im Abendrot,
freut sich über die ruhige Schönheit,
denkt nach über Krankheit und Tod,
und über den Preis der Freiheit.
Unerbittlich schlägt die Sonne im Takt,
gibt meinem Vater neuen Mut,
und doch, gleichzeitig hackt
sie auf ihn, wie es Zeit immer tut.

Die Sonne beweist, das Leben geht weiter,
sie gibt das Metrum, das uns bestimmt,
sie wandert über den Himmel wie ein einsamer Reiter,
Auch mein Vater ist einer, der ihren Ruf vernimmt.
Doch das Leben hat ein Ende,
der Lauf der Sonne nicht,
Der Tod bringt die Wende,
Die Sonne für immer das Licht.


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